Gesunde Zähne für Ihren Vierbeiner – sicher & schonend


Zahnreinigung für Ihren Vierbeiner

Die professionelle Zahnreinigung ist für unsere Vierbeiner genauso wichtig wie für uns, um die Zahngesundheit wieder herzustellen bzw. zu erhalten und so Schmerzen zu vermeiden.

Der Unterschied hierbei ist, dass Tiere eine Sedation benötigen, damit eine sorgfältige Zahnbehandlung durchgeführt kann.

So ist die nötige Narkose sicher

Haben Sie keine Angst vor dem Schlafenlegen. Durch das Legen eines venösen Zugangs, der zusätzlichen Schmerzausschaltung mit Lokalanästhesie und der Intubation ist diese Narkose sehr sicher.

Wichtig ist es außerdem, das Tier in der Narkose warmzuhalten, da auch dies die Sicherheit deutlich erhöht. Mit Hilfe einer Dauertropfinfusion wird die Kreislauffunktion unterstützt und der Blutdruck stabil gehalten.

Während der ganzen Narkose werden optimalerweise fortlaufend die Atem-, Herz- und Pulsfrequenz, sowie der Blutdruck und die Körpertemperatur kontrolliert.

Wie erfolgt die optimale Zahnprophylaxe?

Sobald das Tier schläft, wird genau wie bei uns Menschen ein Zahnstatus erhoben, d.h. es wird geschaut, ob es nirgends Löcher, beschädigte Zähne oder Zahnfleischveränderungen gibt. Die Tiefe von Parodontaltaschen wird gemessen.

Bei der Katze muss das Gebiss immer in der Narkose geröntgt werden, da ansonsten häufige Zahnerkrankungen wie z.B. Zahnresorptionen (meist als FORL bekannt) nicht sichtbar sind. Obwohl es diese Krankheit beim Hund relativ selten gibt, sollten die Zähne doch geröntgt werden, um z.B. Veränderungen der Zahnwurzeln (wie z.B. Eiter) zu erkennen. Nur so ist sichergestellt, dass wirklich alles im Maul ok ist.

Wird das Ziehen von Zähnen nötig, kann es bei Katzen sogar sein, dass man einen zweiten Termin vereinbaren muss, da die Narkosezeit nicht länger als 2,5 Stunden sein soll, um die Infektionsgefahr und das Narkoserisiko weiterhin niedrig zu halten.

Tierkrankenversicherung- schauen Sie genau in den Vertrag

All dies führt dazu, dass für eine sorgfältige und medizinisch korrekte Zahnprophylaxe laut Gebührenordnung mit Kosten zwischen 600 € und 2000 € gerechnet werden muss. Leider können wir Ihnen meist auch nur diese recht große Kostenspanne im Voraus angeben, da wir erst in der Narkose genau sehen, was zu tun ist, um Entzündungen und nachfolgend Schmerzen zu verhindern.

Für alle, die eine Tierkranken- oder Operationskostenversicherung haben: leider wird von vielen Versicherungen die Narkose nur bezahlt, wenn ein Zahn gezogen werden muss. Achten Sie bei dem Abschluss darauf, dass die Zahnprophylaxe möglichst komplett und nicht mit der Vorsorgepauschale abgegolten wird.

Eine Zahnreinigung ohne Sedation liefert nur optisch ein zufriedenstellendes Ergebnis, ist allerdings zur Sicherstellung der Zahngesundheit absolut ungeeignet.

Um den Erfolg der Zahnreinigung sicherzustellen, ist tägliches Zähneputzen ganz wichtig, da ansonsten die Zahnreinigung häufig schon nach 6 Monaten wieder fällig ist.


Krankheitsfall beim Tier: Wie Sie Kostenrisiken vermeiden


Gut abgesichert – worauf es bei der Wahl der Tierkrankenversicherung ankommt

Jeder Mensch ist krankenversichert, viele Tiere in Deutschland nicht. In Schweden hingegen kauft man z.B. den Hund schon mit Krankenversicherung vom Züchter.

Ist dies ein Vorteil? Was sollte man bei der Wahl beachten- viele Antworten auf diese Fragen finden sie in diesem Schreiben.

 

Wann schaue ich mich nach der passenden Tierkrankenversicherung um?

Am besten sofort, sobald ein Vierbeiner ins Haus kommt bzw. in dem Moment, wo man sich zum Kauf eines Hausgenossen entschlossen hat. Zu diesem Zeitpunkt liegen normalerweise keine Vorerkrankungen vor, so dass es bei der Antragstellung zu keinerlei Rückfragen oder erhöhten Beiträgen kommt.

 

Lohnt sich eine Versicherung überhaupt?

Der große Vorteil, wenn Ihr Tier versichert ist, liegt darin, dass sich die entstehenden Kosten vorhersehen lassen. Die Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten in der Tiermedizin stehen der bei uns Menschen kaum mehr nach. So erklärt sich von selbst, dass beste Medizin und damit die optimale Versorgung Ihres Hausgenossen recht kostspielig sein kann. Denken Sie bitte daran, dass ein verunfalltes oder chronisch krankes Tier längere Zeit medizinische Hilfe benötigt und damit hohe Kosten verursacht. Mittlerweile gibt es auch einige Versicherungen, die vertraglich zusichern, dass der Vertrag von der Versicherung aus nicht aufgrund zu hoher Leistungszahlungen gekündigt werden kann.

 

Welche Tierkrankenversicherung ist die richtige?

Hier ist die Antwort deutlich komplexer.

Die Trennung in OP- und Vollversicherung macht bei Hund und Katze eigentlich keinen Sinn mehr, da auch die Diagnostik von Erkrankungen oder der stationäre Aufenthalt z.B. bei Vergiftungsverdacht schnell bei über 2000 € liegen können. Eine OP-Versicherung zahlt auch nicht bei jeder Narkose. Endoskopien oder Zahnsteinentfernungen ohne das Ziehen eines Zahnes sind oft explizit ausgeschlossen.

Suchen Sie sich am besten eine Versicherung, die pro Jahr eine feste Maximalsumme für tierärztliche Behandlungen aller Art zahlt.

Diese Fakten lohnen sich zu prüfen:

  • Werden Prophylaxemaßnahmen wie Impfungen, Parasitenprophylaxe, Blutchecks bezahlt, in welcher Höhe?
  • Werden rassespezifische Operationen übernommen (HD; ED; Patellaluxation; Brachycephalensyndrom…)?
  • Wird die Nachsorge nach einem operativen Eingriff über einen unbegrenzten Zeitraum übernommen?
  • Zahlt die Versicherung den 4fachen GOT-Satz?
  • Passt die Höhe des Jahreslimits? Wie hoch ist die Selbstbeteiligung pro Behandlung?
  • Werden alternative Behandlungsmethoden wie Akkupunktur, Phytotherapie oder Homöopathie, Physiotherapie etc. gezahlt? Oft wird z.B. die Anzahl oder der mögliche Zeitraum beschränkt.
  • Ist eine freie Tierarztwahl möglich?
  • Wird die ausschließliche Zahnsteinentfernung in Narkose übernommen?
  • Kann die Versicherung direkt mit dem Tierarzt abrechnen bzw. erfolgt die Zahlung zeitnah? Dies ist ein Punkt, den man umgekehrt auch mit dem ausgewählten Tierarzt klären sollte.
  • Leistet die Versicherung auch bei einem Tierarztbesuch im Ausland?
  • Gibt es die Möglichkeit schnell prüfen zu lassen, was von der Kostenschätzung für eine geplante Behandlung von der Versicherung übernommen wird?
  • Schließt die Versicherung eine Kündigung ihrerseits nach einem Schadensfall aus?

 

Was kostet eine Tierkrankenversicherung?

Hier empfiehlt es sich, im Internet Tierkrankenversicherungen in einigen Portalen zu vergleichen. Makler aus dem Humanbereich haben oft keine aktuellen Konditionen vorliegen, viele vermeintlich neutrale Vergleiche sollten unbedingt hinterfragt werden. Der Preis und das Angebot hängt stark von der Rasse, dem Geschlecht, der Nutzung (Jagdhund, Hundesport…) und dem Alter des Tieres, aber auch von der Wohngegend (Postleitzahl) ab. Wichtig ist es, vor Abschluss auch das Kleingedruckte zu lesen. Eine gute Möglichkeit gibt es über tierversicherungenvergleiche.de.


Wundversorgung beim Pferd


Was tun im Notfall? Ein Ratgeber für Pferdehalter

Pferde sind robuste, aber auch sensible Tiere – gerade durch ihre Fluchtnatur kann es schnell zu Verletzungen kommen. Ob auf der Weide, im Stall oder beim Training: Wunden gehören zu den häufigsten Gründen für einen tierärztlichen Einsatz.

Als Tierärztliche Praxis möchten wir Ihnen hier eine praktische Orientierung geben, wie Sie im Fall der Fälle richtig handeln – und wann Sie uns unbedingt hinzuziehen sollten.

 

🔍 1. Erste Einschätzung – Wie schwer ist die Wunde?

Nicht jede Verletzung ist ein Notfall, aber jede Wunde verdient Aufmerksamkeit. Beurteilen Sie:

  • Größe & Tiefe der Wunde
  • Ort der Verletzung (z.  Nähe zu Gelenken oder Sehnen)
  • Blutungsstärke
  • Verschmutzungsgrad
  • Verhalten des Pferdes (Lahmheit, Unruhe, Schmerzreaktion?)

Regel: Lieber einmal zu viel genau hinschauen – insbesondere an den Gliedmaßen kann auch eine kleine Wunde ernste Folgen haben.

 

🆘 2. Erste Hilfe – Was können Sie tun?

Solange kein sofortiger tierärztlicher Eingriff nötig ist, helfen diese Schritte:

  1. Ruhe bewahren und Pferd sichern: Anbinden oder von der Herde trennen, je nach Situation
  1. Hygienisch arbeiten: Saubere Hände oder Handschuhe verwenden
  1. Wunde vorsichtig reinigen: Mit klarem Wasser oder Kochsalzlösung
  1. Blutung stillen: Mit einer sterilen Kompresse und leichtem Druck
  1. Steril abdecken und Verband anlegen: Sofern möglich – bitte nicht zu fest binden!

 

📞 3. Wann sollten Sie uns sofort kontaktieren?

Bitte rufen Sie uns an, wenn eine der folgenden Situationen vorliegt:

  • Tiefe oder großflächige Wunden
  • Sichtbare Sehnen, Knochen oder Gelenke
  • Starke, nicht zu stoppende Blutung
  • Starke Verschmutzung (z.  Erde, Mist, Holzsplitter)
  • Lahmheit oder Schwellung im betroffenen Bereich
  • Wunden am Kopf, Auge oder in der Nähe von Organen
  • Unsicherheit bezüglich Tetanusschutz

 

👩‍⚕️ 4. Was wir als Tierärzte tun

Bei Bedarf kommen wir schnellstmöglich zu Ihnen oder empfangen Ihr Pferd in unserer Praxis. Je nach Art der Wunde führen wir folgende Maßnahmen durch:

  • Gründliche Reinigung & Spülung
  • Chirurgisches Débridement (Entfernung von geschädigtem Gewebe)
  • Nähen (wenn indiziert und zeitnah möglich)
  • Tetanusprophylaxe (Impfung oder Antitoxin)
  • Schmerz- und ggf. Antibiotikatherapie
  • Verbandversorgung mit regelmäßiger Kontrolle

 

📅 5. Nachsorge – So unterstützen Sie die Heilung

  • Tägliche Kontrolle der Wunde auf Rötung, Schwellung, Geruch oder Ausfluss
  • Verbandwechsel nach Absprache
  • Saubere Umgebung – trockene Box, kein Matsch
  • Bewegungseinschränkung, je nach Lage der Wunde
  • Bei Problemen: bitte sofort Rücksprache mit uns!

 

✅ 6. Besser vorbeugen als heilen

Einige Tipps zur Verletzungsprävention:

  • Tägliche Gesundheitskontrolle Ihres Pferdes
  • Weide & Stall regelmäßig auf Gefahrenquellen prüfen
  • Saubere Hufe & Ausrüstung
  • Tetanusimpfung regelmäßig auffrischen lassen

 

Bleiben Sie ruhig – wir sind für Sie und Ihr Pferd da, wenn’s darauf ankommt!


Zahngesundheit bei Hund & Katze: Woran Sie Probleme erkennen – und was wirklich hilft


Zahngesundheit für Vierbeiner – schmerzfrei durchs Leben

Wussten Sie, dass die Zahngesundheit für Ihren Vierbeiner genauso wichtig ist wie für Sie? Viele Tiere entwickeln Zahnprobleme, die zu Schmerzen und Infektionen führen können.

Kontrollieren Sie das Gebiss Ihres Haustieres regelmäßig

Machen Sie es sich zur Gewohnheit, die Maulschleimhaut und das Gebiss Ihres Tieres zu untersuchen. Auf diese Weise können Sie Veränderungen frühzeitig erkennen.

Kleine Hunderassen haben mehr Probleme als größere Rassen, einfach weil 42 Zähne in einem kleinen Maul sehr wenig Platz haben und eng beieinander liegen können. Unsere Kurznasen haben fast alle Probleme, da die Zähne aufgrund des Platzmangels verdreht im Kiefer stehen. So funktioniert die Selbstreinigung des Gebisses nicht.

Auch Katzen sind anfällig für Zahnerkrankungen. Viele haben schon in jungen Jahren sowohl Zahnstein als auch erkrankte Zähne.

Wir wissen, wie schmerzhaft Zahnprobleme sein können und möchten ihnen vorbeugen.

Wenn im bleibenden Gebiss ein Zahn locker oder gar abgebrochen ist, ist zeitnahe Hilfe nötig.

Anzeichen dafür, dass Ihr Tier eine Zahnreinigung benötigt

Hinweise, dass etwas nicht in Ordnung sein könnte und dass Sie Hilfe suchen sollten, sind:

  1. Schlechter Atem: Tiere haben einen etwas stärkeren Geruch aus dem Maul. Ein sehr unangenehmer oder plötzlich anderer Geruch kann auf Zahnprobleme hinweisen.
  2. Verfärbte Zähne: Gelbe oder braune Flecken auf den Zähnen sind meist auf Zahnsteinbildung zurückzuführen, die unbehandelt, zu Infektionen und Zahnfleischerkrankungen führen kann.
  3. Blutendes oder geschwollenes Zahnfleisch: Zahnfleischbluten, v.a. beim Zähneputzen, oder geschwollenes Zahnfleisch kann ein Zeichen für eine Entzündung sein.
  4. Veränderte Essgewohnheiten: Tiere mit Zahnproblemen meiden möglicherweise hartes Futter, kauen nur zögerlich oder anders als gewohnt.
  5. Vermehrtes Speicheln: Ein Tier, das mehr sabbert als gewöhnlich, kann Schmerzen im Maul haben.
  6. Reiben des Mauls an Möbeln oder Pfoten: Tiere können versuchen, ihre Zahnprobleme zu lindern, indem sie ihr Maul an Gegenständen, dem Boden oder ihren Pfoten reiben.

Es ist wichtig zu wissen, dass unsere Vierbeiner oft trotz starker Schmerzen im Maul fressen, selbst bei lockeren oder beschädigten Zähnen. Sie zeigen Schmerzen sehr spät und meist für Tierhalter undeutlich. Deshalb ist es wichtig, dass jährlich eine professionelle Zahnuntersuchung z.B. beim jährlichen Gesundheitscheck/Impfung Ihres Haustieres durchführt wird, um eine gute Zahngesundheit und damit ein schmerzfreies Leben Ihres Vierbeiners sicherzustellen.

Zähneputzen: kleiner Aufwand – große Wirkung

Zähneputzen ist das Wichtigste, was Sie für die Zahngesundheit Ihres Tieres tun können. Putzen Sie vorzugsweise jeden Tag, so wird es zur Routine für Sie und Ihren Hausgenossen. Das Zähneputzen verhindert die Bildung von Plaque und Zahnstein, die Entzündungen der Maulschleimhaut verursachen.

Es gibt viele verschieden geformte Zahnbürsten speziell für Tiere. Zahnpasta für Vierbeiner hat neben der geeigneten Zusammensetzung den Vorteil, dass die Tiere den Geschmack mögen.

Wie man unsere Vierbeiner an das Zähneputzen gewöhnt

Am besten starten Sie gleich im jungen Alter mit der Zahnpflege. Greifen Sie nicht sofort zur Zahnbürste, sondern gehen Sie schrittweise und spielerisch vor.

Fangen Sie damit an, das Maul, die Zähne und das Zahnfleisch Ihres Haustieres mit dem Finger zu berühren.

Ist dies kein Problem, besorgen Sie sich am einfachsten eine Fingerzahnbürste. Tauchen Sie die Zahnbürste in etwas, das Ihr Haustier gerne mag – zum Beispiel in den Saft einer Thunfischdose, wenn es sich um eine Katze handelt. Führen Sie diese dann in das geschlossene Maul seitlich unter die Lefze ein und bewegen sie vorsichtig in kreisenden Bewegungen im Bereich der Eck- und Backenzähne. Sparen Sie zu Beginn die Schneidezähne und Innenflächen der Zähne aus.

Sobald Sie den Dreh raushaben, können Sie die Zahnbürste mit Zahnpasta benutzen.

Beenden Sie das Zähneputzen mit einem Spiel, einer Streicheleinheit und einem Leckerli. So wird sich Ihr Haustier vielleicht irgendwann sogar freuen, wenn Sie ihm die Zahnbürste zeigen.

Zusätzliche Unterstützung bei der Zahnreinigung

Es gibt bestimmte Futtersorten, die bei der Zahnreinigung helfen bzw. die Neigung zu Zahnbelag reduzieren.

Zusätzlich unterstützen Kauspielzeug, Kauartikel, spezielle Ergänzungsfuttermittel die Zahnreinigung- fragen Sie uns nach Empfehlungen.

Wir sind uns bewusst, dass viele Tierhalter die Bedeutung der Zahngesundheit nicht kennen. Aus diesem Grund führen wir bei der jährlichen Impfung/dem jährlichen Gesundheitscheck eine Zahnuntersuchung durch, um eventuelle Probleme so früh wie möglich zu erkennen.


Faire Preise für hochwertige Pferdemedizin – unsere neue Kalkulation nach der GOT


Die neue GOT ist nun seit fast 3 Jahren gültig. Mit den neuen Preisen ist es den Tierärzten möglich das Fachpersonal adäquat zu bezahlen und so eine Versorgung unserer Patienten auf hohem Niveau zu gewährleisten. Vor allem der Notdienst in unserer Praxis kann so sehr zuverlässig sichergestellt werden. Leider hören wir von vielen Patientenbesitzern, dass manche Leistungen, wie bestimmte Operationen und auch medizinische Basisleistungen horrende Ausmaße annehmen und z.T. mit dem Argument, die Pferde seien ja versichert, Rechnungen in exorbitanter Höhe gestellt werden.

Das führt dazu, dass viele Menschen Sorge haben, sich ihr Pferd nicht mehr leisten zu können. Nachdem wir diese Probleme auch sehen und sehr ernst nehmen, haben wir unsere Preise für viele Leistungen hinterfragt und neu kalkuliert.

Auf der Grundlage der aktuellen GOT haben wir Preise für Routineleistungen und Operationen neu zusammengestellt.

Wir wollen weiterhin ehrliche und solide Medizin auf hohem Niveau anbieten. Diese muss aber auch für alle leistbar und erschwinglich bleiben.

Gerne können Sie sich bei uns informieren, welche Beträge für Leistungen wie Impfungen Bronchoskopie, Gastroskopie aber auch Operationen wie Kastration, Griffelbein-OPs, Arthroskopien etc. abgerechnet werden.


West-Nil-Virus

West-Nil-Virus

Anlässlich der zunehmenden Diskussionen über die endemisch vermehrt auftretenden Fälle von West-Nil-Virus Infektionen bei Pferden in Deutschland, möchten wir kurz über Risiken und Behandlungen bzw. Impfungen informieren.

Seit 2018 wird das WNV in Deutschland beobachtet. Das Virus, das bisher vor allem in Brandenburg, Berlin, Sachsen und Sachsen-Anhalt nachgewiesen wurde, wird über die Tigermücke und deren Vermehrungswirte, Wildvögel, übertragen.
Eine Infektion verläuft meistens unauffällig oder sehr mild. In ca. 8 Prozent der Fälle kann es zu schweren neuroinvasiven Verlaufsformen kommen. Ca. die Hälfte dieser schweren Verlaufsformen sterben oder leiden lebenslang unter Folgeschäden.
Durch den feuchtwarmen Sommer mit starker Mückenaktivität, muss von einer Verbreitung des WNV ausgegangen werden. Erste Nachweise gelangen in Baden-Württemberg und vor allem Niedersachsen. Dementsprechend empfiehlt die StiKoVet eine Impfung über die Risikogebiete hinaus. Da mit einem langanhaltenden Schutz erst nach Vollendung der Grundimmunisierung (ca. 8 Wochen) gerechnet werden kann, empfehlen wir mit der Impfung für die Mückensaison 2025 rechtzeitig, das heißt bis spätestens Februar, zu beginnen.

Zur Therapie von klinisch auffälligen Pferden ist zu sagen, dass es derzeit keine spezifische antivirale Behandlung gibt. Das heißt, erkrankte Pferde werden symptomatisch mit entzündungs- und schmerzhemmenden Medikamenten begleitet.

Bei Rückfragen melden Sie sich gerne an uns unter kontakt@praxis-fohlenweide.de


Verletzung beim Pferd

Verletzungen beim Pferd

Viele Personen, die Pferde besitzen, haben möglicherweise bereits eine ähnliche Situation erlebt: Ein wunderschöner Frühlingstag, das Pferd genießt die Zeit auf der Weide, aber kehrt dann humpelnd auf drei Beinen in den Stall zurück. Bei genauerem Hinsehen entdeckt man eine Verletzung. Im nächsten Abschnitt erfahren Sie, wie Sie in einer solchen Situation handeln sollten.

Einschätzung der Verletzungen

Die Schwere einer Verletzung wird nicht zwangsläufig durch ihre Größe bestimmt. Eine kleine, aber tiefe Wunde in der Nähe eines Gelenks kann potenziell größere Auswirkungen haben als eine große, oberflächliche Hautverletzung. Daher sollten Verletzungen im Bereich von Gelenken besonders ernst genommen werden, da das Risiko einer Infektion hier besonders hoch ist. Ursachen für Verletzungen können vielfältig sein: scharfe Gegenstände auf der Weide, Tritte von Artgenossen oder Unfälle während des Trainings – die Möglichkeiten sind zahlreich. Am häufigsten sind die Gliedmaßen der Pferde betroffen.

Die entscheidenden Fragen sind:

  • Wo genau befindet sich die Verletzung?
  • Wie tief ist die Verletzung?
  • Ist möglicherweise Knochen sichtbar oder befinden sich Gelenke in der Nähe?
  • Liegt eine Blutung vor?
  • Wann ist die Verletzung aufgefallen, und wie alt könnte sie ungefähr sein?

Die obere Region der Gliedmaße des Pferdes ist durch Muskulatur gut geschützt, was das Risiko einer Infektion des Gelenks und seiner begleitenden Strukturen verringert. Verletzungen im Bereich des Hufgelenks sollten jedoch besonders ernst genommen werden. Falls Sie unsicher sind, ob ein Gelenk oder eine synoviale Struktur betroffen ist, sollten Sie unbedingt einen Tierarzt konsultieren. Sollte das Gelenk involviert sein, ist es notwendig, die Wunde gründlich zu spülen, um sie von Bakterien zu reinigen.

Erstversorgung

Es ist äußerst wichtig, eine Infektion der Wunde zu vermeiden. Aus diesem Grund sollten Verletzungen gründlich gereinigt und abgedeckt werden. Bitte verzichten Sie darauf, die Wunden direkt mit Salben oder Sprays zu behandeln, da dies später möglicherweise die Diagnose erschwert. Gelbe Cremes können leicht mit Eiter verwechselt werden, und das bekannte Blauspray kann die gesamte Wunde dunkel erscheinen lassen. Ebenso kann die eigenständige Verabreichung von Schmerzmitteln bei Verletzungen, die mit Lahmheit einhergehen, eine spätere Untersuchung beeinträchtigen. Wenn Ihr Pferd zuvor Lahmheit gezeigt hat, könnte diese aufgrund der schmerzlindernden Wirkung der Medikamente möglicherweise für den Tierarzt nicht mehr erkennbar sein, und eine sinnvolle Lahmheitsuntersuchung ist dann nicht mehr möglich.

Tipps für die Stallapotheke:

  • Iod-Lösung: sehr gut geeignet zur Wundreinigung, brennt nicht
  • Schleimhautdesinfektionsmittel: eigentlich für den Gebrauch an Schleimhäuten gedacht, ebenfalls kein Brennen und damit angenehme Anwendung für das Pferd
  • Verbandsmaterial: Tupfer, Watterollen und selbstklebende Bandagen für den ersten Verband und somit Abdeckung der Wunde. Bitte niemals zu fest wickeln, weil sonst die Blutzufuhr beeinträchtigt werden kann. Gute Polsterung ist hierbei sehr wichtig.

Tierärzt*in rufen!

Jede Verletzung bedeutet eine Unterbrechung der Haut, die eine entscheidende Schutzbarriere gegenüber Krankheitserregern bildet und ihr Eindringen in den Körper verhindert. Diese Barriere kann jedoch nur wirksam sein, solange sie unversehrt ist. Bereits bei einer kleinen Eintrittspforte übernehmen Bakterien die Kontrolle, was zu einer Entzündung führen kann. Diese Entzündung kann sich auf den gesamten Körper ausbreiten. Um dies zu vermeiden, ist es wichtig, dass jede Verletzung tierärztlich untersucht wird. Dadurch wird auch eine angemessene medikamentöse Behandlung der Wunde sichergestellt. Möglicherweise ist der Einsatz von Antibiotika ratsam, um eine Infektion zu verhindern oder bereits vorhandene Infektionen zu behandeln.

Wenn die Wunde frisch ist, kann sie von einem Tierarzt oder einer Tierärztin chirurgisch versorgt und genäht werden, was den Heilungsprozess unterstützt. Wenn das Nähen der Wunde nicht mehr möglich ist, muss der Körper die Wunde durch sekundäre Wundheilung selbst schließen. In einigen Fällen ist auch eine gründliche Spülung der Wunde erforderlich, insbesondere wenn sich die Verletzung in der Nähe von Gelenken befindet, um eine Gelenksinfektion zu verhindern.

Bitte kontaktieren Sie bei einer Verletzung grundsätzlich eine Tierärzt*in und halten Sie den Equidenpass bereit, damit der Impfschutz für Tetanus überprüft werden kann.

Geduld haben

Wenn die Verletzung frisch ist, kann sie von einem Tierarzt oder einer Tierärztin chirurgisch behandelt und genäht werden, was den Heilungsprozess unterstützt. Falls eine Naht nicht mehr möglich ist, muss der Körper die Wunde durch sekundäre Wundheilung selbst schließen. In manchen Fällen ist auch eine gründliche Spülung der Wunde erforderlich, insbesondere wenn sich die Verletzung in der Nähe von Gelenken befindet, um eine Infektion des Gelenks zu verhindern.

Wenn Sie mehr über dieses Thema erfahren möchten oder Ihr Pferd von einer Verletzung betroffen ist, zögern Sie nicht, uns anzurufen! Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung und bieten Ihnen die Unterstützung und Informationen, die Sie benötigen.


Im Fokus: Alles über Chips beim Pferd - Ursachen, Erkennung und optimale Behandlung

Im Fokus: Alles über Chips beim Pferd - Ursachen, Erkennung und optimale Behandlung

Chips beim Pferd sind ein Begriff, den wohl jeder Pferdebesitzer schon einmal gehört hat. Aber was genau verbirgt sich dahinter? Diese kleinen Knochenfragmente können nicht nur Unbehagen verursachen, sondern auch eine Herausforderung für die Leistungsfähigkeit und das Wohlbefinden unserer Gefährten darstellen. Hier erfahren Sie alles, was Sie über das Thema „Chips beim Pferd“ wissen müssen.

Chips beim Pferd sind kleine abgesplitterte Knochenstückchen, die häufig im Gelenk auftreten können. Oft bleiben sie zunächst unbemerkt und werden erst im Rahmen einer Ankaufsuntersuchung durch Röntgen oder andere Untersuchungen entdeckt. Diese Knochensplitter, die sich frei im Gelenk bewegen, können Schmerzen und Lahmheit verursachen, was die Besorgnis der Besitzer hervorruft. Metaphorisch betrachtet kann man sich Chips beim Pferd wie einen unangenehmen Stein im Schuh vorstellen, der bei jedem Schritt Unbehagen verursacht.

Chips entstehen hauptsächlich als Folge einer Gelenkerkrankung, der sogenannten Osteochondrosis dissecans. Dabei kommt es zu Störungen im Wachstum des Knorpels, was zur Bildung kleiner Knochensplitter führt. Chips treten besonders häufig in den Sprung- und Fesselgelenken auf, können jedoch ebenso andere Gelenke betreffen.

Osteochondrosis dissecans (OCD) ist eine genetisch bedingte Erkrankung der Skelettentwicklung, die hauptsächlich bei neugeborenen oder jungen Pferden auftritt, da in diesem Alter das Knorpelwachstum am stärksten ist. Bei dieser Erkrankung kommt es zu einer Störung in der Entwicklung des Knorpels. Normalerweise ist das Skelett eines heranwachsenden Fohlens zunächst knorpelig angelegt und verknöchert sich im Laufe der Zeit. Bei Tieren mit OCD ist jedoch dieser Verknöcherungsprozess gestört, was zur Ablösung kleiner Fragmente an den Gelenkflächen führt, den sogenannten Chips.

OCD wird sowohl von genetischen als auch von Umweltfaktoren beeinflusst. Die Veranlagung für die Erkrankung wird regelmäßig vererbt, aber sie tritt nicht zwangsläufig auf. Das Risiko dafür ist jedoch sehr hoch. Darüber hinaus können auch falsche Fütterung, übermäßiges Training sowie Verletzungen und Unfälle zur Entstehung von Chips beitragen.

Häufig verlaufen Chips zunächst symptomlos, und betroffene Pferde zeigen keine offensichtigen Anzeichen. Die abgelösten Knochenfragmente können sich jedoch frei im Gelenk bewegen und wie ein Störfaktor wirken, indem sie das Gelenk reizen und Schmerzen sowie Lahmheiten verursachen.

Typische Symptome eines Chips im Gelenk sind:

  • Geschwollene Gelenke
  • Erhöhte Wärmeentwicklung im betroffenen Gelenk
  • "Galle" im Gelenk, erkennbar als äußere Verdickungen, die durch eine vermehrte Ansammlung von Gelenkflüssigkeit aufgrund der Entzündung entstehen
  • Schmerzen, insbesondere bei Berührung
  • Lahmheit

Wenn der Verdacht besteht, dass sich im Gelenk eines Pferdes ein Chip gelöst hat, kann dies durch bildgebende Verfahren überprüft werden. In der Regel werden dazu Röntgenbilder angefertigt. Anhand der Röntgenaufnahmen können Lage und Größe des Knochenfragments bestimmt werden.

Für die Entfernung des Chips ist eine minimalinvasive Operation erforderlich, die als Gelenkspiegelung (Arthroskopie) bekannt ist. Dabei werden unter Vollnarkose durch sehr kleine Hautschnitte eine Kamera und weitere Instrumente in das Gelenk eingeführt. Die Lage des Chips wird überprüft und anschließend entfernt. Es besteht auch die Möglichkeit, das Gelenk zu spülen, um eine vorhandene Entzündung zu beseitigen. Nach Abschluss des Eingriffs werden die Operationswunden vernäht, und die Operation ist abgeschlossen.

Bei Chip OPs bleiben die Pferde maximal eine Woche in der Box und werden sehr schnell kontrolliert bewegt und so mobilisiert.

Das verbessert und verkürzt die Rekonvakeszens deutlich.

In manchen Fällen kann ein Chip fest im Gewebe verwachsen sein und zunächst keine Beeinträchtigung des Gelenks verursachen. Es besteht jedoch immer das Risiko, dass sich der Chip aus dem Gewebe löst und doch Störungen im Gelenk verursacht. Daher ist es ratsam, einen Chip, selbst wenn er nur prophylaktisch entfernt wird, zu behandeln. Wenn Sie Bedenken oder Zweifel hinsichtlich des Narkoserisikos oder des Ablaufs der Operation haben, zögern Sie nicht, uns anzusprechen. Gemeinsam können wir alle Fragen klären und den besten Behandlungsweg für Ihr Pferd finden.

In der Pflege unserer Pferde liegt eine Verantwortung, die auch die Aufmerksamkeit für Erkrankungen wie Chips einschließt. Durch frühzeitige Erkennung, gezielte Behandlung und regelmäßige Kontrollen können wir sicherstellen, dass unsere Tiere nicht nur frei von Schmerzen sind, sondern auch optimal in ihrer Leistungsfähigkeit unterstützt werden.

Wenn Sie weitere Fragen haben oder professionelle Beratung wünschen, stehen wir Ihnen als verlässlicher Partner zur Verfügung. Gemeinsam setzen wir uns für das Wohlbefinden unserer Pferde ein, damit sie ihre volle Stärke und Lebensfreude entfalten können!


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Verstärkung gesucht: werde Teil unseres Teams!

Verstärkung gesucht: werde Teil unseres Teams!

Hier finden Sie unsere aktuellen offenen Stellenangebote.

Bewerben Sie sich jetzt und werden Sie Teil unseres Teams, das sich leidenschaftlich für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Tiere einsetzt. Wir freuen uns darauf, Sie in unserer Tierärztlichen Praxis Fohlenweide GmbH willkommen zu heißen!

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine(n) Kleintierärztin/Kleintierarzt (w/m/d) in Voll- oder Teilzeit.

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine(n) Tiermedizinische(n) Fachangestellte(n) (w/m/d) in Voll- oder Teilzeit.

Senden Sie ihre Bewerbungsunterlagen an:

Tierärztliche Praxis Fohlenweide GmbH
Dr. Georg Veith

Paul-Ernst-Str. 40
82549 Königsdorf
Deutschland

oder direkt per Mail an: 

 

kontakt@praxis-fohlenweide.de

Pferde-Erste-Hilfe-Kurs: Sicherheit und Souveränität in kritischen Situationen!

Pferde-Erste-Hilfe-Kurs: Sicherheit und Souveränität in kritischen Situationen!

In unserem exklusiven Erste-Hilfe-Kurs für Pferdebesitzer erleben Sie mehr als nur Notfallmaßnahmen – wir vermitteln Ihnen umfassende Kenntnisse, damit Sie in kritischen Momenten ruhig und effektiv handeln können.

Unser Kurs bietet Ihnen:

  • Ein tieferes Verständnis für Notfallsituationen
  • Praktische Fähigkeiten, um handlungsfähig zu bleiben
  • Strategien zur sinnvollen Überbrückung bis zum Eintreffen des Tierarztes

Wir gehen darüber hinaus und bieten Ihnen die Möglichkeit, den Kurs direkt an Ihrem Stall abzuhalten. Die Themen reichen von präventiven Maßnahmen über die Vermeidung von Notfällen, PAT-Werte und die Zusammenstellung einer Stallapotheke-Checkliste bis hin zum Erkennen von Krankheiten und Verletzungen. Lernen Sie, Notfallsituationen besser einzuschätzen, den Tierarzt effektiv zu informieren und gezielte Techniken sowie Sofortmaßnahmen für spezifische Notfallsituationen anzuwenden.

Stärken Sie Ihre Fähigkeiten und die Sicherheit Ihres Pferdes – vereinbaren Sie jetzt Ihren individuellen Kurs!

Jetzt Termin vereinbaren für einen entscheidenden Wissenszuwachs und ein sicheres Handeln in jeder Situation.

Hier gelangen Sie direkt zu unseren Kontaktdaten. Wir freuen uns von Ihnen zu hören!